Unglaublich,was ich beim Sichten "uralter" Fotos aus dem Jahr 2007 entdecken musste und konnte, dank des Wissens, das ich bis heute dank der Hunde und hilfreicher Seminare sammeln durfte.
Auf den Fotos habe ich unbewusst viel aufgenommen, auf das ich heute gar nicht mehr fotografisch, sondern eingreifend eingehen würde.
Aber ich stelle das hier mal Daumenkinomäßig ein und hoffe, es öffnet manchen die Augen, was wir in unseren Denkstrukturen ("die spieln doch nur") den Hunden zumuten, obwohl sie so oft bei uns nachfragen...
Besonders die Interaktionen zwischen dem jungen (schwarzen) Dobermannrüden und meinem (damals auch noch sehr jungen und unerfahrenen) Rüden Sky finde ich superspannend und wie diese dann auf die Gruppenmitglieder übertragen werden, wer sich wann wie einmischt.
dogs in action
Donnerstag, 3. Januar 2013
Dienstag, 20. November 2012
Weihnachten naht ...es gibt viel zu ProTun
Liebe Frau Güldner,
danke, dass Sie sich für ein Verkaufsverbot von Stopfleber in Deutschland ausgesprochen haben.
„Foie gras“ bedeutet wörtlich „Fettleber“ und ist ein kaum an Grausamkeit zu überbietendes Beispiel dafür, wie Menschen für eine vermeintliche „Delikatesse“ Tiere quälen und krank machen.
Die Zwangsfütterung der Gänse und Enten beginnt im Alter von 8 bis 10 Wochen. Drei- bis viermal täglich wird den jungen Vögeln ein Metallrohr in den Hals gerammt, um ca. ein Kilo Futterbrei in den Magen zu pumpen. Nicht selten platzt den Tieren dabei der Magen und sie sterben qualvoll. Weitere Folgen sind klaffende Wunden am Hals, Atemnot, Knochenbrüche, Leberblutungen und Herzversagen. Nach 12 bis 21 Tagen des „Stopfens“, kurz bevor die Vögel an den Folgen der Zwangsstopfung sterben würden und nachdem ihre Leber auf das bis zu 10-Fache des Normalgewichts angeschwollen ist, werden sie, oft bei vollem Bewusstsein, geschlachtet.
PETA kämpft seit Jahren gegen diese grausame Tierquälerei. Mit unseren auf Stopfleber-Farmen durchgeführten Recherchen konnten wir viele Menschen aufrütteln und davon überzeugen, keine Fettleber mehr zu kaufen. Nach vielen unserer Aktionen haben zahlreiche Hotels, Restaurants und Versandhäuser „Foie gras“ aus ihrem Sortiment verbannt!
Wir werden so lange weitermachen, bis der Stopfleberverkauf verboten ist. Bitte unterstützen Sie uns dabei, den empfindsamen Vögeln zu helfen.

Ingrid E. Newkirk
1. Vorsitzende
PETA Deutschland e.V.
100 € tragen dazu bei, die benötigte Ausrüstung zu beschaffen und an die Zielorte zu gelangen.
danke, dass Sie sich für ein Verkaufsverbot von Stopfleber in Deutschland ausgesprochen haben.
„Foie gras“ bedeutet wörtlich „Fettleber“ und ist ein kaum an Grausamkeit zu überbietendes Beispiel dafür, wie Menschen für eine vermeintliche „Delikatesse“ Tiere quälen und krank machen.
Die Zwangsfütterung der Gänse und Enten beginnt im Alter von 8 bis 10 Wochen. Drei- bis viermal täglich wird den jungen Vögeln ein Metallrohr in den Hals gerammt, um ca. ein Kilo Futterbrei in den Magen zu pumpen. Nicht selten platzt den Tieren dabei der Magen und sie sterben qualvoll. Weitere Folgen sind klaffende Wunden am Hals, Atemnot, Knochenbrüche, Leberblutungen und Herzversagen. Nach 12 bis 21 Tagen des „Stopfens“, kurz bevor die Vögel an den Folgen der Zwangsstopfung sterben würden und nachdem ihre Leber auf das bis zu 10-Fache des Normalgewichts angeschwollen ist, werden sie, oft bei vollem Bewusstsein, geschlachtet.
PETA kämpft seit Jahren gegen diese grausame Tierquälerei. Mit unseren auf Stopfleber-Farmen durchgeführten Recherchen konnten wir viele Menschen aufrütteln und davon überzeugen, keine Fettleber mehr zu kaufen. Nach vielen unserer Aktionen haben zahlreiche Hotels, Restaurants und Versandhäuser „Foie gras“ aus ihrem Sortiment verbannt!
Wir werden so lange weitermachen, bis der Stopfleberverkauf verboten ist. Bitte unterstützen Sie uns dabei, den empfindsamen Vögeln zu helfen.
Ingrid E. Newkirk
1. Vorsitzende
PETA Deutschland e.V.
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Recherchen
PETA Deutschland führte im Jahr 2012 verdeckte Recherchen auf Stopfleber-Farmen in Frankreich durch und dokumentierte schreckliches Tierleid.100 € tragen dazu bei, die benötigte Ausrüstung zu beschaffen und an die Zielorte zu gelangen.
Sonntag, 18. November 2012
Wichtige News von den Yellowstone-Wolfs-Familien
Sieben geschützte Yellowstone-Wölfe getötet - PROTEST
© Elli H. Radinger.
http://tinyurl.com/abhb7un
Wir alle haben geahnt, dass es so kommen würde, aber dennoch gehofft, dass sie verschont bleiben – vergeblich.
Innerhalb nur weniger Tage wurden sieben Yellowstone-Wölfe, die aus dem Park herausgewandert sind, erschossen – ganz legal, denn in Montana, Wyoming und Idaho ist die Jagd auf Wölfe wieder erlaubt.
Die meisten von ihnen wurden direkt an den Parkgrenzen getötet (vier in Montana, zwei in Wyoming und einer in Idaho). Der Yellowstone Park ist nicht eingezäunt, viele Wildtiere wandern hinaus und wieder herein. Die Grenzen der Wolfsreviere sind bekannt und veröffentlicht. Alles, was die Jäger tun müssen, ist sich direkt an den Grenzen auf die Lauer zu legen und zu schießen.
Der Verlust von drei dieser Wölfe ist besonders tragisch für das Yellowstone-Wolfsprojekt. Sie waren Schlüsselwölfe für die Forschung und wurden in Gardiner getötet:...den ganzen Text lesen Sie hier:
http://tinyurl.com/abhb7un
Mittwoch, 12. September 2012
Samstag, 11. August 2012
Freitag, 15. Juni 2012
nach dem Eisregennebel
nach dem kurzen ausflug in die virtuelle und warmwasserausdemhahnwelt sind wir zurück hier oben auf unserem bergdomizil und genießen den sich lichtenden nebel, der sonne und damit auch etwas mehr wärme verheißt. auf dem, beziehungsweise über dem ofen brutzeln die geschnekten pansen, die gaby uns geschenkt hat. mal sehen, ob ich es schaffe, die zu räuchern und das haus geruchs"neutral", also wieder nur nach stall und lebenden kühen mit arbeitenden pansenundmägen zu bekommen;=)
wenn die ersten dilemmata, die uns hier morgens um fünf so wiederfahren können, bewältigt sind, die kühe gemolken, die kälber getränkt und das pony sowie der leihstier versorgt sind, fährt der bauer ja ins dorf und ich kann in de regel, solange wir nboch nicht käsen, relativ frei schalten und mich ums wohl der hunde und meines kümmern. ab und an geh ich zu den kälbern, auch, wenn ich weiß, dass jede festigung der bindung zu den kleinen mir nachher - wenn sie zum schlachten geholt werden, alles viel, viel schwerer machen würde.
heute morgen beim frühstück dann eine diskussion, dass dora, die neugeborne, doch jetzt ganz gut und viel munterer ist, seit ich sie zwischen die anderen kälber gebunden habe. enge ist nicht der kälber problem, sondern der fehlende körperkontakt, das sich gegenseitig putzen und wärme geben können. der bauer meint, dass dora dann schwerer aufzuladen sei, sie solle gleich von anfang an gar keine bindung zu irgendwem haben. das kann doch nicht sein, nur, weil der moment in 7 oder 10 monaten dann etwas schwieriger wird, sollen sie und der kleine schwarze stier bis dahin vor sich allein hinvegetieren?
sie haben doch eh schon ein kurzes und wenig schönes leben (natürlich hat der bauer recht, im vergleich zu großmastanlagen gehts ihnen bei uns gut)....ich werde wohl doch beim nächsten internetzugang mir das ebook von karen duve bestellen "anständig essen" und dann gibts zum morgenkaffee jeweils ein kapitel daraus;=)
der stress des bauern hat sich mit abnehmender erkältung und je mehr hier alles ins lot kommt, etwas gelegt, nur wenn die kühe morgens beim einstallen immer noch nicht gleich ihren richtigen platz finden oder die kälber, die noch übermütig von den nächtlichen weidegängen sind, etwas bockbeinig umhertoben, dann gibts schon noch flüche. meine ersten schwizerdütschen brocken sind ohnehin potz heemotlondi und donder und hurenkröcke....nichts, was man weitergeben muss?
ist wahrscheinlich - je nach jobwahl - ohnehin immer das erste, was man lernen kann - auf europa bezogen, zumindest.
tara hat gestern abend aus einem kurzen abendspaziergang kurzerhand eine hasenjagd und niesenerkundung gemacht, mir damit einen sehr netten abend mit einem glas rotwein bei unsern nachbarn weiter oben beschert, die dort in unglaublicher gelassenheit und mit viel humor auch kuhhaltung, käserei, alpwirtschaft betreiben und noch dazu die 4 kleinen kinder großziehen. bewundernswert und ich war froh, dass ich dort auf die rückkehr meines weißen kalbs namens tara warten konnte. sie hatte natürlich vorher schon guten abend gesagt, war dann aber doch erschrocken, dass man sie mit namen ansprach und entschied sich für die hasenfährte bergauf. gut, dass es dank dauerregen und bergnebeln so undurchsichtig ist, dass hoffentlich der wildhüter nicht das taratier auf seine liste setzen kann.
jetzt, bei dauerregen und ziemlich kühlen 5 grad schlummern kälber, kühe und der sich nachts in männlichkeit übende stier oben - während die hunde und ich uns die petroleumlampe inklusive heizer gefüllt und uns auf einen engen, aber gemütlichen vormittag eingerichtet haben. der getrocknete pansen trägt wohl ein übriges zur zufriedenheit bei und von jagderlebnissen lässt sich am knisternden küchenofen sicher fast genauso gut träumen:=)
regen, regen, kälte, morgens schafft es das temperameter grad so auf 5 Grad. und des bauern laune schwankt wie das wetter. zur zeit steht das barometer auf kompromissbereit, es gab gestern abend besuch und fondue mit weißbrot und appenzeller, also keinem hausgemachten, sondern verpacktem käse, aber nicht weniger lecker. dazu gemütlichkeit am petroleumofen und ein glas weißwein. gespräche über die billigen ausländer, womit hauptsächlich die scheint es - nicht gerade beliebten deutschen - gemeint sind. mein einwand, ich sei ja auch so eine billige arbeitskraft, die die löhen kaputtmache und der bauer sei doch auch drauf angewiesen, wurde abgetan mit, man müsse ja soviel an die ahv (rentenversicherung) abgeben und so billig sei ich ja dann also gar nicht...ja, so ist das mit der wahrnehmung. es liegt wie immer alles im auge des betrachters;=)
ich lerne nicht nur, dass - wie meine nachbarin von oben erklärte - bauern immer unzufrieden sind, sondern auch, die dinge zu nehmen, wie sind oder kommen und ansonsten dass ich so gut arbeite wie ich kann und nichts mehr persönlich zu nehmen. die morgensfünfuhraufstehendisziplin tut gut und der erste blick, der auf hunde, dann berge und wälder fällt, ist, was ich wollte und insofern sind die tage und die zeit hier ein geschenk, auch mit all den schwierigkeiten oder unzulängklichkeiten, denen ich hier begegne. zu wissen, dass wir jederzeit gehen können, macht alles leicht/er.
die hunde haben jetzt gelernt, dass wir morgens über die weiden streunen, bewaffnet mit einer heckenschere, um den überall sprießenden tannen den garaus (zu) machen (müssen). das sind auch so dinge, die immer im leben grenzen aufweisen, freiwillig würde ich die bäumchen natürlich nicht köpfen, aber ich will ja auch milch im kaffee und im müslischälchen haben, also müssen die kühe eine brauchbare sömmerungsweide zur verfügung haben - und die kälber müssen aus dem eimer trinken, was sich an milchqualität nicht verkaufen lässt (?)...jedenfalls hier muss es so sein, wären es meine eigenen tiere, würde ich über alternativen nachdenken, aber ich würde ohnehin nicht von der viehwirtschaft leben wollen, sondern immer nur für den eigenbedarf produzieren wollen.
stellt sich die frage, wovon will man denn leben, immer gut, mal wieder drüber nachzudenken;=)
donnerstag, sonnenschein, aber - selbst, wenn hier heute morgen mehr als die obligatorischen 5 grad celsius angezeigt würden, mir wäre nach dem gestrigen tag vermutlich dennoch ganz schön fröstelig. den halben tag im strömenden regen zäune repariert...das hört sich nicht schlimm an, denn es gibt ja regenjacken. dumm ist nur, wenn der regen von eisigem wind um einen herum gepeitscht wird, die zäune nicht einfach nur maschendrahtgrenzen, sondern zerrissene stacheldrahtmeter sind, die geflickt werden müssen und die zu ersetzenden zaunspfähle morsch und zahlreich sind, sodass man weideauf,weideab neue heranschleppen muss.
nun denn, ich hatte schon vor 30 jahren in der lehre als rinderzüchterin das gefühl, weidezäune sind nicht mein ding;=) jedenfalls dachte ich heute morgen, dass alle, die noch nie mit milchviehhaltung zu tun hatten, doch beim griff ins milchregal einmal kurz daran denken könnten, welche mühen an so einem liter milch hängen.
die klamotten von gestern immer noch klitzschbadennass und selbst der sportteil des unsäglichenBILDImitats "blick" trägt nicht sonderlich zur schnelleren Trocknung meiner "wasserdichten" Globetrotterwanderschuhe bei. fraglich ist, warum wir die zäune ausgerechnet gestern bei diesem - den regen der vortage noch übetrumpfendem himmelsgeheul angehen mussten. ein grund ist mir sehr vertraut, der nächstgelegene nachbar (und der einzige, mit dem wohl hier niemand zurecht kommt) hat den bauern gestern bei der auffahrt nicht mehr gegrüßt, das hat ihm gleich so zugesetzt, dass er reumütig die weideabgrenzung zu nachbars kühen in verbessertem zustand wissen wollte. tja, dabei schließe ich aus den erzählungen, wenns der zaun nicht wäre, der den nachbarn vergrätzt, wärs was andres und es hat noch nie jemandem zu einem besseren menschen gemacht, anderer leute vermeintlicher gedanken zuvorkommen zu wollen - aber solcherlei therapeutische gespräche muss ich wahrscheinlich nicht mit dem bauern führen. zumindest hat mein einsatz mit den hartgesottenen männern gestern für ein wohlgesonneneres bauerngemüt hier am heimatlichen ofen bei spaghetti und tomatensauce gesorgt. soviel zum thema, andern helfen oder "liebkind" sein zu wollen;=)
für die selbstdisziplin und das morgendliche aufstehen um 5 uhr ist es ganz hilfreich, dass der einzig verfügbare ofen in bauers schlafzimmer, das als wohn- und esszimmer dienen muss, steht. hätte ich in meiner dienstmädchenkammer mehr als das schmalbrüstige bett und den spalt, in dem abwechselnd einer der hunde schläft, während das andere riesentier sich neben mir dünn zu machen sucht, ich würde sicher doch abends länger lesen oder noch etwas schreiben und dann morgens zerschundne gedanken hegen.
jetzt ist es erst einmal zeit, tannen auf der weide zu schneiden, das lässt sich ganz gut mit dem hundespaziergang verbinden und gibt uns bei touristen wenigstens ein bisschen autorität. hunde und menschen bei der arbeit, da kann man als vorbeizügelnder niesen-aufstreber schon mal mit einem talschallenden bellen begrüßt werden.
Samstag, 9. Juni 2012
short break from alptime
endlich internet und dann hab ich das stromkabel vergessen, so ein mist...
aber da fiel mirt grad noch ein, dass ich ja noch ein altes Kabel hier im Dorfzimmer umherliegen hatte;=))))
alp, nun also doch....kaum noch geglaubt, dass wir jemals hochgehen. der bauer gestresst, angeschlagen bis schwerkrank und nicht annähernd gut organisiert. dennoch, er hat gute "kollegen" und eine frühere hilfe aus zürich kam auch angereist. die 20jährige hat sich dann auch gleich mächtig ins zeug gelegt und siehe da, ich hab mich schnell wiedererkannt. genau so war ich vor über 20 jahren bis vor kurzem auch: immer vorn dran und die anderen fast umrennen. ich kann sicher noch genauso mit anpacken, muss aber nicht mehr ständig im vordergrund stehen und hier oben, wo sovieles für mich neu und manches auch unlogisch bis unverständlich ist, ich es aber mangels erfahrung noch nicht einordnen kann, sowieso schon gar nicht. der bauer, den sie typisch weiblich umgarnte und auf ihre jugendliche, unbedachte und zweifelsfreie art einfach überging, fands wohl schmeichelhaft und sicher hat es ihm in seinem zustand gut getan, seinesgleichen, also echte schweizer, um sich zu haben. obwohl ich relativ viel - zumindest im gegensatz zum beginn meiner berner oberlandzeit verstehe, fühlke mich auch wohl, wenn ich nicht in den gesprächen eingebunden bin. zumal es ohnehin der - weltweit - übliche dorftratsch und männergerede ist: wer ist mit wem zusammen und weshalb und ganz wichtig: die zahlreichen selbstmorde in der gegend. das problem ist zwar überregional und wird gerade "anti-beworben" (sprich, es gibt eine große aufklärungskampagne, aber hier zählen natürlich die regionalen fälle. auch die todesanzeigen und dort - gleich nach den namen der verstorbenen - zählen die geburtsjahrgänge und dann schnelles kopfrechnen, um sicherzugehen, dass man die - unglaublich - schon um einge jahre überlebt hat. oder vielleicht ist auch ein wenig grusel vor dem eigenen ableben dabei, noch vielmehr wahrscheinlich die insgeheim ziemlich schreckliche angst vor der eigenen erkrankung. zurück zum alpleben. die tiere sind bei "meinem" bauern ja nachts draußen, tagsüber schön brav im stall angekettelt. ich könnte mir gut vorstellen, dass das an heißen tagen durcvhaus sinn ergibt, jetzt aber ist es ziemlich herbstlich und nunja, ich würde übertreiben, wenn sage, eisig, aber immerhin habe ich mir hier die indianerdecke übergeschoßt und die hunde sich zusammengerollt. wenn ich die hunde nicht wegen des anstehenden käsens und ihrer haarverlustigkeiten nur nachts in meinem kleinen dachkabuff haben dürfte (und das auch nur unter murren und dem wissen seitens meines bauern, dass ich bei verbot der gemeinsamen nachtruhe sofort zurück gewandert wäre. jedenfalls würde ich die hunde gern mitsamt meinem etwas erkältungsfühligen körper mit ans feuer nehmen, aber der regen hier draußen und das entfernte treychelgebimmel hat auch etwas und die hände lassen sich ab und an einem heißen orangentee wärmen. überhaupt erinnert mich das ganze innenambiente des hauses sehr an tibet und die dortigen feuerplätze, der geruch des verbrannten holzes, das allesineinemraumgekochte und abgestandene geruchsgemenge aus im angrenzenden stall stehenden tiere, des essens, der getränke (einschließlich des schnapses vom vorjahr) - all das (den schnaps ausgenommen und nicht weniger unangenehm als das hochprozentige und durch buttertee ersetzt) habe ich vieles von dem hiersigen schonmal erlebt. nur war es im himalaya um noch einiges kälter. besonders erinnere ich mich an den morgen im basecamp des mt everest und szenen, wo im morgengrauen eine nonne in ihrem dünnen leinengewand aus ihrem mageren schlafsack von einer pritzsche vor dem tempel (also sozusagen freiluftschlafplatz) angehumpelt kam, dieser schlafsack war so dünn, dass man selbst bei aldi für wenig geld eine sommervariante bis minus 5 grad bekäme und imme rnoch wärmer aufgehoben wäre. sprung zurück zu den tieren, die sicher nicht frieren, zumal der bauer hier oben nicht mehr mit der einstreu so geizt wie die tage vor dem immer wieder verschobenen aufzug (zügli, wie es hier heißt, wenn man "z'alp" geht). aber dafür grämt mich, dass die kleinsten nach dem wahnsinnsstress des transports (sie wurden einfdach zwischen die einjährigen und sehr rammdösigen und nicht weniger gestressten, nur eben sehr viel größeren tiere bugsiert und zwear sehr unsanft) - die kleinen müssen nun tag und nacht im stall dösen, morgens und abends bekommen sie ihre milch und ansonsten haben sie keinerlei auslauf, bewegungsmöglichkeit oder etwas annäherndes, auch für ein kälbchen von ein paar wochen wichtig. ich kann nur hoffen, dass sie nach der eingewöhnungsphase mit hinaus/hinunter an den berg dürfen, wo es den jungrindern gestern sichtliches vergnügen bereitete und sie zunächst ungläubig und bockbeinig umhersprangen - soviel freiheit nach einem jahr im laufstall! freiheit beim schlöafen habe ich übrigens hier kaum, im gegensatz zu meinem bequemen doppelbett im dorfhaushalt habe ich hier nur noch ein für alte tibeter gedachtes bauernbett - das ich obendrein noch mit dem wieder vom heimweh geplagten sky teile. und bei dem wort heimweh fällt mir der gestrige nachmittag und abend ein, nachdem gaby uns hier oben dankenswerterweise samt gepäck abgeladen hat, weilö wir sonst hätten hochtraben müssen, fiel zum ersten mal seit meiner abreise ein riesiger schatten über mein hier/Sein. plötzlich packte mich heimweh mit aller macht und inm,ittenm dieses postkartenidylls saß ich, umringt von der tröstlichen anwesenheit meiner familie (der hunde) und hätte weinen mögen. dummwerweise und das machte es noch schmerzhafter, hatte ich heimweh und mir wurde ziemlich deutlich, dass ich gar keinen ort/kein zuhause habe, nach dem ich mich sehnen könnte. das ist ja auch die crux mit den getriebenen, einerseits will ich keine vernatwortung, keinen besitz und kein micheinlassen/ weil loslassenmüssen ja auch wehtut und andrerseits ist da eben nirgendwo etwqas fürs alter (ja, ich weiß, klingt komisch, wird mir aber hier natürlich auch klarer, wenn ich sehe, wie wenig mein bauer sich mit seinem tatsächlichen zustand angefreundet oder wenigstens annähernd auseinandergesetzt hat) er scheint zu glauben, man fiele einfach eines tages totgearbeitet um - oder, um der wahrheit von außen betrachtet noch eins draufzusetzen: totgesoffen. immerhin war er gestern feinfühlig genug, dass er in den tagen vor dem aufzug nicht nru raubbau an sich, sondern auch an mir betrieben hat oder wenigstens hat er sich gestern abend in seiner erleichterung, dass nun (fast) alles hier oben gelandet ist und die sömmerungssaison ihren lauf nehmen kann, mir wieder freundliocher zugewandt als vorher. aber, wie sagt gaby so treffend: die leute müssen einen nicht mögen, sie müssen einen respektieren. nur: respekt kann ich mir nur erarbeiten, wenn ich weiß, was ich tue und das stellt mich hier oben fürs erste wieder zurück auf LOS (und ziehe keine 4000 franken ein). oder vielleicht liegt es nur an meinen denkfehlern, die mir immer wieder unterlaufen, denn die 4000 können ja das sein,w as mich hier umgibt. jede menge ausblicke, einblicke, zeit und "ruhe", vögel, berge, bücher, die hunde sowieso, die gewissheit, dass wir auch hier schon hilfe erfahren haben. 8.6.2012 regen, keine katzen, nur hunde und ein neues kalb, das ich mit fiona, der mutter und der hilfe eines nachbarn allein auf dieser, ihm nicht so freundlich gesonnenen welt begrüßt habe. ich habe es dora genannt, weil der bauer es donnerstag nennen wollte und ich finde, das ist kein mädchenname:=) nachdem nun der erste große krach besiegelt und beigelegt scheint, gehts hier wieder friedvoller zu. der bauer war/ist vewrgrätzt, weil trotz alpfütterung die kühe weniger milch und einige sogar schlechte milch geben. das ist nun aber nicht meine schuld, denn, wenn jemand darauf bestanden hat, die kühe richtig auszumelken, dann war nicht er das. vielmehr stand er oft genug mit der bierflasche und den kollegen in der stalltür und drängte aufs abnehmen der melkmaschine. mit dem wissen, dass ich vor 30 jahren eine melkerausbildung "genossen" habe und er auf 30 jahre erfahrung mit seinen kühen verwiesen kann, hab ich mich natürlich an seine ratschläge gehalten. wenn also jetzt die euter protestieren, weil sie zu oft nicht richtig geleert wurden, muss er mit mir keinen streit beginnen. die tage hier sind voller wechsel, das wetter macht interessante vorgaben: von jetzt auf gleich regen, dann sonne, dann regenbogen, nebelschwaden und schauer, die gegen die berge preschen und die kühe unter die waldgrenze treiben. wir sind ja tagsüber fast allein hier oben, der bauer bringt die milch ins tal und erledigt seine sonstigen tagesgeschäfte, während ich die käseregale vorbereite, die weiden freihalte, was mit einer heckenschere und den nachwachsenden fichten und den unmengen an erika gar nicht so einfach ist. die hunde genießen die ausflüge und als dora gestern geboren wurde, waren sie schon wie alte mutterkühe schnell zum trockenlecken herbeigeeilt, weil die das ja schon vom ersten kälbchen kannten. und dora hat es sicher gutgetan, wenn schon nicht von mama fiona - dann wenigstens von zwei wohlmeinenden, weil geschmacksorientierten hundeschnauzen begrüßt zu werden. die hunde fahren ziemlich auf die muttermilch fürs neugeborene ab - wie sie überhaupt jede gelegenheit nutzen, an milch heranzukommen. morgen ist eine talfahrt und damit gelegenheit zu einer großwaschaktion sowie geräteaufladen angesagt, wenn das stromtanken und duschen nicht locken würde, ich müsste nicht runter von unserm eremitenberg;=)
aber da fiel mirt grad noch ein, dass ich ja noch ein altes Kabel hier im Dorfzimmer umherliegen hatte;=))))
alp, nun also doch....kaum noch geglaubt, dass wir jemals hochgehen. der bauer gestresst, angeschlagen bis schwerkrank und nicht annähernd gut organisiert. dennoch, er hat gute "kollegen" und eine frühere hilfe aus zürich kam auch angereist. die 20jährige hat sich dann auch gleich mächtig ins zeug gelegt und siehe da, ich hab mich schnell wiedererkannt. genau so war ich vor über 20 jahren bis vor kurzem auch: immer vorn dran und die anderen fast umrennen. ich kann sicher noch genauso mit anpacken, muss aber nicht mehr ständig im vordergrund stehen und hier oben, wo sovieles für mich neu und manches auch unlogisch bis unverständlich ist, ich es aber mangels erfahrung noch nicht einordnen kann, sowieso schon gar nicht. der bauer, den sie typisch weiblich umgarnte und auf ihre jugendliche, unbedachte und zweifelsfreie art einfach überging, fands wohl schmeichelhaft und sicher hat es ihm in seinem zustand gut getan, seinesgleichen, also echte schweizer, um sich zu haben. obwohl ich relativ viel - zumindest im gegensatz zum beginn meiner berner oberlandzeit verstehe, fühlke mich auch wohl, wenn ich nicht in den gesprächen eingebunden bin. zumal es ohnehin der - weltweit - übliche dorftratsch und männergerede ist: wer ist mit wem zusammen und weshalb und ganz wichtig: die zahlreichen selbstmorde in der gegend. das problem ist zwar überregional und wird gerade "anti-beworben" (sprich, es gibt eine große aufklärungskampagne, aber hier zählen natürlich die regionalen fälle. auch die todesanzeigen und dort - gleich nach den namen der verstorbenen - zählen die geburtsjahrgänge und dann schnelles kopfrechnen, um sicherzugehen, dass man die - unglaublich - schon um einge jahre überlebt hat. oder vielleicht ist auch ein wenig grusel vor dem eigenen ableben dabei, noch vielmehr wahrscheinlich die insgeheim ziemlich schreckliche angst vor der eigenen erkrankung. zurück zum alpleben. die tiere sind bei "meinem" bauern ja nachts draußen, tagsüber schön brav im stall angekettelt. ich könnte mir gut vorstellen, dass das an heißen tagen durcvhaus sinn ergibt, jetzt aber ist es ziemlich herbstlich und nunja, ich würde übertreiben, wenn sage, eisig, aber immerhin habe ich mir hier die indianerdecke übergeschoßt und die hunde sich zusammengerollt. wenn ich die hunde nicht wegen des anstehenden käsens und ihrer haarverlustigkeiten nur nachts in meinem kleinen dachkabuff haben dürfte (und das auch nur unter murren und dem wissen seitens meines bauern, dass ich bei verbot der gemeinsamen nachtruhe sofort zurück gewandert wäre. jedenfalls würde ich die hunde gern mitsamt meinem etwas erkältungsfühligen körper mit ans feuer nehmen, aber der regen hier draußen und das entfernte treychelgebimmel hat auch etwas und die hände lassen sich ab und an einem heißen orangentee wärmen. überhaupt erinnert mich das ganze innenambiente des hauses sehr an tibet und die dortigen feuerplätze, der geruch des verbrannten holzes, das allesineinemraumgekochte und abgestandene geruchsgemenge aus im angrenzenden stall stehenden tiere, des essens, der getränke (einschließlich des schnapses vom vorjahr) - all das (den schnaps ausgenommen und nicht weniger unangenehm als das hochprozentige und durch buttertee ersetzt) habe ich vieles von dem hiersigen schonmal erlebt. nur war es im himalaya um noch einiges kälter. besonders erinnere ich mich an den morgen im basecamp des mt everest und szenen, wo im morgengrauen eine nonne in ihrem dünnen leinengewand aus ihrem mageren schlafsack von einer pritzsche vor dem tempel (also sozusagen freiluftschlafplatz) angehumpelt kam, dieser schlafsack war so dünn, dass man selbst bei aldi für wenig geld eine sommervariante bis minus 5 grad bekäme und imme rnoch wärmer aufgehoben wäre. sprung zurück zu den tieren, die sicher nicht frieren, zumal der bauer hier oben nicht mehr mit der einstreu so geizt wie die tage vor dem immer wieder verschobenen aufzug (zügli, wie es hier heißt, wenn man "z'alp" geht). aber dafür grämt mich, dass die kleinsten nach dem wahnsinnsstress des transports (sie wurden einfdach zwischen die einjährigen und sehr rammdösigen und nicht weniger gestressten, nur eben sehr viel größeren tiere bugsiert und zwear sehr unsanft) - die kleinen müssen nun tag und nacht im stall dösen, morgens und abends bekommen sie ihre milch und ansonsten haben sie keinerlei auslauf, bewegungsmöglichkeit oder etwas annäherndes, auch für ein kälbchen von ein paar wochen wichtig. ich kann nur hoffen, dass sie nach der eingewöhnungsphase mit hinaus/hinunter an den berg dürfen, wo es den jungrindern gestern sichtliches vergnügen bereitete und sie zunächst ungläubig und bockbeinig umhersprangen - soviel freiheit nach einem jahr im laufstall! freiheit beim schlöafen habe ich übrigens hier kaum, im gegensatz zu meinem bequemen doppelbett im dorfhaushalt habe ich hier nur noch ein für alte tibeter gedachtes bauernbett - das ich obendrein noch mit dem wieder vom heimweh geplagten sky teile. und bei dem wort heimweh fällt mir der gestrige nachmittag und abend ein, nachdem gaby uns hier oben dankenswerterweise samt gepäck abgeladen hat, weilö wir sonst hätten hochtraben müssen, fiel zum ersten mal seit meiner abreise ein riesiger schatten über mein hier/Sein. plötzlich packte mich heimweh mit aller macht und inm,ittenm dieses postkartenidylls saß ich, umringt von der tröstlichen anwesenheit meiner familie (der hunde) und hätte weinen mögen. dummwerweise und das machte es noch schmerzhafter, hatte ich heimweh und mir wurde ziemlich deutlich, dass ich gar keinen ort/kein zuhause habe, nach dem ich mich sehnen könnte. das ist ja auch die crux mit den getriebenen, einerseits will ich keine vernatwortung, keinen besitz und kein micheinlassen/ weil loslassenmüssen ja auch wehtut und andrerseits ist da eben nirgendwo etwqas fürs alter (ja, ich weiß, klingt komisch, wird mir aber hier natürlich auch klarer, wenn ich sehe, wie wenig mein bauer sich mit seinem tatsächlichen zustand angefreundet oder wenigstens annähernd auseinandergesetzt hat) er scheint zu glauben, man fiele einfach eines tages totgearbeitet um - oder, um der wahrheit von außen betrachtet noch eins draufzusetzen: totgesoffen. immerhin war er gestern feinfühlig genug, dass er in den tagen vor dem aufzug nicht nru raubbau an sich, sondern auch an mir betrieben hat oder wenigstens hat er sich gestern abend in seiner erleichterung, dass nun (fast) alles hier oben gelandet ist und die sömmerungssaison ihren lauf nehmen kann, mir wieder freundliocher zugewandt als vorher. aber, wie sagt gaby so treffend: die leute müssen einen nicht mögen, sie müssen einen respektieren. nur: respekt kann ich mir nur erarbeiten, wenn ich weiß, was ich tue und das stellt mich hier oben fürs erste wieder zurück auf LOS (und ziehe keine 4000 franken ein). oder vielleicht liegt es nur an meinen denkfehlern, die mir immer wieder unterlaufen, denn die 4000 können ja das sein,w as mich hier umgibt. jede menge ausblicke, einblicke, zeit und "ruhe", vögel, berge, bücher, die hunde sowieso, die gewissheit, dass wir auch hier schon hilfe erfahren haben. 8.6.2012 regen, keine katzen, nur hunde und ein neues kalb, das ich mit fiona, der mutter und der hilfe eines nachbarn allein auf dieser, ihm nicht so freundlich gesonnenen welt begrüßt habe. ich habe es dora genannt, weil der bauer es donnerstag nennen wollte und ich finde, das ist kein mädchenname:=) nachdem nun der erste große krach besiegelt und beigelegt scheint, gehts hier wieder friedvoller zu. der bauer war/ist vewrgrätzt, weil trotz alpfütterung die kühe weniger milch und einige sogar schlechte milch geben. das ist nun aber nicht meine schuld, denn, wenn jemand darauf bestanden hat, die kühe richtig auszumelken, dann war nicht er das. vielmehr stand er oft genug mit der bierflasche und den kollegen in der stalltür und drängte aufs abnehmen der melkmaschine. mit dem wissen, dass ich vor 30 jahren eine melkerausbildung "genossen" habe und er auf 30 jahre erfahrung mit seinen kühen verwiesen kann, hab ich mich natürlich an seine ratschläge gehalten. wenn also jetzt die euter protestieren, weil sie zu oft nicht richtig geleert wurden, muss er mit mir keinen streit beginnen. die tage hier sind voller wechsel, das wetter macht interessante vorgaben: von jetzt auf gleich regen, dann sonne, dann regenbogen, nebelschwaden und schauer, die gegen die berge preschen und die kühe unter die waldgrenze treiben. wir sind ja tagsüber fast allein hier oben, der bauer bringt die milch ins tal und erledigt seine sonstigen tagesgeschäfte, während ich die käseregale vorbereite, die weiden freihalte, was mit einer heckenschere und den nachwachsenden fichten und den unmengen an erika gar nicht so einfach ist. die hunde genießen die ausflüge und als dora gestern geboren wurde, waren sie schon wie alte mutterkühe schnell zum trockenlecken herbeigeeilt, weil die das ja schon vom ersten kälbchen kannten. und dora hat es sicher gutgetan, wenn schon nicht von mama fiona - dann wenigstens von zwei wohlmeinenden, weil geschmacksorientierten hundeschnauzen begrüßt zu werden. die hunde fahren ziemlich auf die muttermilch fürs neugeborene ab - wie sie überhaupt jede gelegenheit nutzen, an milch heranzukommen. morgen ist eine talfahrt und damit gelegenheit zu einer großwaschaktion sowie geräteaufladen angesagt, wenn das stromtanken und duschen nicht locken würde, ich müsste nicht runter von unserm eremitenberg;=)
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